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  #1  
Alt 05-08-2017, 22:52
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: May 2017
Beitraege: 2
kein-stress is on a distinguished road
Standard Anspruch auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft

Lieber Peter, Liebes HelpingHands,

als Erstes möchte ich Ihnen für Ihre Arbeit und Hilfe danken.


Ich bin auf der Suche nach einer vollständigen und richtigen Auskunft bezüglich der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft und ich würde mich über Ihre Antwort sehr freuen.

Ich bin ein Drittstaatangehöriger und wohne seit 2004 in Wien. Unbescholten, ledig, keine Kinder, C1 Zertifikat/ÖSD.


Meine erste Frage ist: Ob ich mit meinem 12-jährigen Aufenthalt in Österreich die unten genannte allgemeine Einbürgerungsvoraussetzung erfülle?

Sechsjähriger rechtmäßiger und ununterbrochener Aufenthalt und Nachweis von Deutschkenntnissen auf Niveau B2 des*GER*oder Nachweis der nachhaltigen persönlichen Integration (§ 11a*Abs.*6*StbG)


Es ist mir nicht ganz klar, ob meine Studienzeit (Aufenthaltsbewilligung) als rechtmäßiger und ununterbrochener Aufenthalt berechnet wird? Oder nur die Zeit ab den ersten Aufenthaltstitel?

Info zu meinem Aufenthalt in Österreich:

03/2004 – 12/2004 – Praktikant/Trainee bei einer Öst. Firma.
10/2005 – 3/2007 – Ausordentlicher Student der TU Wien/Deutschkurs
3/2007 – 10/2015 – Ordentlicher Student an der TU Wien (Bachelor/Master)
10/2015 – 2/2016 – immer noch mit einer Aufenthaltsbewilligung (Studierender)
02/2016 – 02/2017 – Aufenthaltstitel RWR (erster Aufenthaltstitel)
02/2017 – laufend – Daueraufenthalt – EU



Meine zweite Frage betrifft den hinreichend gesicherten Lebensunterhalt.


Nachweis fester und regelmäßiger eigener Einkünfte aus Erwerb, Einkommen, gesetzlichen Unterhaltsansprüchen oder Versicherungsleistungen im Durchschnitt von 36 Monaten aus den letzten 6 Jahren vor dem Antragszeitpunkt, wobei jedenfalls die letzten geltend gemachten sechs Monate unmittelbar vor dem Antragszeitpunkt liegen müssen


Muss das Einkommen monatlich nicht weniger als Richtsatz des Jahres (2014 – 858€, 2015 – 873€, 2016 – 883€) sein? Ich habe zum Beispiel im 2014 ein durchschnittliches Einkommen von 630€ - 640€/netto monatlich gehabt, d.h. viel weniger als gesetzlich vorgeschrieben.

Oder darf man die geforderte Summe (ca. 32000€ für drei Jahre) auch in einem Jahr oder 2 Jahren verdienen? Ich hatte im vergangenen Jahr (2016) ein Jahreseinkommen von ca. 25000€/netto gehabt.


Erfüllt mein Einkommen der letzten drei Jahren (siehe unten) das Kriterium des gesicherten Lebensunterhalts?


Info zu meinem regelmäßigen Einkommen in Österreich laut Finanzamt:

06/2013 – 9/2013 – 660€ brutto/monatlich, geringfügige Beschäftigung (20 Std. pro Woche)
10/2013 – 09/2014 – 500€ brutto/monatlich, geringfügige Beschäftigung (15 Std. pro Woche)
10/2013 – 02/2014 – 228,20€ brutto/monatlich (5 Std. Tutor an der TU)
10/2014 – 7/2015 – 500€ brutto/monatlich, geringfügige Beschäftigung (15 Std. pro Woche)
10/2014 – 02/2015 – 233€ brutto/monatlich (5 Std. Tutor an der TU)
8/2015 – 02/2016 – 810€ brutto/monatlich, geringfügige Beschäftigung (20 Std. pro Woche)
03/2016 – 03/2017 – Vollzeitbeschäftigung – 40Std. (2800€ brutto/monatlich)
04/2017 – laufend – Teilzeitbeschäftigung – 30 Std. (2300€ brutto/monatlich)




Mit freundlichen Grüßen,

KS
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  #2  
Alt 05-09-2017, 11:18
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.512
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Zur Aufenthaltsdauer: Wenn Sie in den letzten 6 Jahren keinen Tag Unterbrechung haben, qualifizieren Sie sich für die Antragstellung (dh. die Anträge wurden immer vor Ablauf des jeweiligen Titels gestellt)

Zum Unterhalt: Sie brauchen in den besten 36 Monaten (korrekt: den letzten 6 plus den weiteren besten 30) in Summe die Richtsätze der letzten 36 Monate; bei einer Einzelperson sind das rd. € 31.000, sofern die Wohnung nicht mehr kostet als rd. € 280 (andernfalls kommt der Mehrbetrag dazu). Wenn Sie da ein paar sehr gute Monate drinnen haben, kann damit das "36-beste, 35-beste usw. Monat" kompensiert werden, sollten die unter dem Richtsatz liegen

Grüsse
Peter
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  #3  
Alt 05-10-2017, 15:01
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: May 2017
Beitraege: 2
kein-stress is on a distinguished road
Standard

Lieber Peter,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


Zur Daueraufenthaltsdauer: ich hatte keine Unterbrechungen und habe immer vor dem Ablauf der Aufenthaltskarte (Studierender und RWR) die Anträge gestellt. Mein Daueraufenthalt EU bescheinigt uns/der Behörde, da er aufgrund meiner Studienzeit (8,5 Jahr/2) und RWR (1) positiv entschieden wurde.


Zum Lebensunterhalt: wie werden die 13 & 14 Bezüge dazugezählt? Ich kann mir schon 1-3 Monate vorstellen, aber könnten zum Beispiel die beste 20 Monate die 16 schlechteren kompensieren?

Meine einzige derzeitige Belastung ist die Miete, und zwar ca. 280€ - 300€ pro Monat. Keine Kredite oder sonstige Ausgaben.



Mit freundlichen Grüßen,

KS.
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  #4  
Alt 05-11-2017, 12:04
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.512
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Die Monate, in denen das Jahressechstel ausbezahlt wird, sind eben gute Monate

Wenn Sie z.B. als Selbständiger in den 36 Monaten 10 Honorarnoten in stolzer Höhe legen, zweifelt auch niemand ihr Einkommen an - allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die behörde seeehr genau hinschaut, wenn in den letzte 6 Monaten das Einkommen sehr gering war und Sie sich mit einigen sehr guten Monaten mathematisch retten, die vor 5 Jahren stattgefunden haben (obwohl das Gesetz das eigentlich hergibt)

Grüsse
Peter
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  #5  
Alt 12-16-2017, 23:54
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2017
Beitraege: 6
aliraza is on a distinguished road
Standard

Was ist, wenn die Person in den letzten 6 Monaten arbeitslos ist und während ihrer besten 30 Monate mehr als 37000 € verdient hat?
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  #6  
Alt 12-17-2017, 00:07
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.386
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Wenn das Arbeitslosengeld den Richtsätzen entspricht, kein Problem.
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  #7  
Alt 12-17-2017, 19:23
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.512
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Für die Unterhaltsrechnung zum Einreichzeitpunkt wäre sogar das egal - die Summe der besten 36 Monate muss die Summe der Richtsätze der letzten 36 Monate erreichen - punkt.
Der Haken kommt später: Auch während des Verfahrens bis zum Zusicherungsbescheid darf die Behörde die grundsätzliche Wahrung öffentlicher Interessen prüfen - und da ist Sozialhilfebezug oder ein Lebensunterhalt, der eigentlich Sozialhilfe nötig machen würde, schlecht. Und Achtung bei Arbeitslosengeld: Das hat ein Ablaufdatum, danach kommt die geringere Notstandshilfe (die ist zwar noch immer Versicherung und nicht Sizialhilfe, aber eben geringer)

Grüsse
Peter
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  #8  
Alt 01-15-2018, 15:48
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2018
Beitraege: 4
Dziyana is on a distinguished road
Question

Gelten die Alimenten von Vater des Kindes als Einkommen?
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  #9  
Alt 01-15-2018, 16:55
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.512
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Grundsätzlich ja, aber das Kind wird weitgehend von Familienbeihilfe abgedeckt - es lässt sich argumentieren, dass es wegen des Kindes eine größere Wohnung gibt, die teurer ist, damit rechne ich ein bißchen Alimente in die Miete.. wird eine individuelle Würdigung

Grüsse
Peter
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  #10  
Alt 01-16-2018, 15:18
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2018
Beitraege: 4
Dziyana is on a distinguished road
Standard

Gelten gleiche Voraussetzungen (gesicherte Lebensunterhalt fur Minderjaehriger) auch fur Erteilung einer Daueraufenthaltskarte? Also, Alimenten Beruecksichtigung.
Ich frage weil ich es unlogisch fand als beim Antrag stellen auf Verleihung der Staatsburgerschaft die Alimenten Nachweise wurde von Sachbearbeiterin akzeptiert, aber paar Monate spaeter beim Aufenthaltsbewilligung Verlaengerung als das Kind 5 J.alt geworden (also in Wen geboren und tats.lebt) die Alimenten Nachweise wurde von der andere Sachbearbeiterin nicht akzeptiert (sie hat es argumentiert dass Alimente nicht zur Einkommen zaehlen) und meinem Sohn wurde anstatt Daueraufenthalt-EU (als ich schon seit 2010 habe) wieder RWR-Karte-Plus auf 3 Jahre erteilt.
Warum finde ich es unlogisch, weil beim Ehelichen Kind werden Einkommen beiden Eltern beruecksichtigt, und beim Unehelichen Kind nur einen Elternteil, somit wird uneheliches Kind schlechter dargestellt, was eigentlich darf nicht passieren.
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