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  • 2 Post By Küchenjurist

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  #1  
Alt 01-22-2018, 19:30
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2018
Beitraege: 6
otrish is on a distinguished road
Exclamation Staatsbürgerschaft für Asylberichtigter

Die letzte Titel war falsch , deswegen stelle ich noch einmal meine Frage aber mit richtiger Titel
hallo Liebe Leute

Ich bin seit erste 2012 in Österreich
von 2012 bis ende 2013 mit Studenten Aufenthalt
von erste 2014 bis heute mit Asylanten Status
seit 2015 habe ich positive Asyl bescheid
bis heute in zwischen 6 Jahre habe ich unregelmäßig gearbeitet un insgesamt Einkommen in diese 6 Jahre ist in Höhe 28.000 Euro und bis ende März wird es c.a. 32.000 Euro
seit 03.01.2017 bin ich selbständiger und seit 01.01.2018 Arbeite ich auch als angestellter mit monatlichen Lohn 1900 Euro
Ich wollte wiesen , wann kann ich beantragen ? ich habe B1 von ÖIF plus Werte teile und habe ich erste Jänner meine erste Dauereaufenthaltstitel-EU bekommen
Ich bin ledig und meine miete ist 500 Euro monatlich
Ich habe gehört , dass ich bis 10 Jahre warten muss und B2 angeben muss
ist das richtig ?

Ich danke euch für weitere Hilfe
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  #2  
Alt 01-23-2018, 00:52
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 2.749
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

"Asylant" leitet sich vom Gerundiv ab und stimmt begrifflich eigentlich nur für anerkannte Flüchtlinge.
Ob Sie die 6+30 Monate-Regel erfüllen, müssen Sie selbst errechnen.
Ein weiterer Knackpunkt ist der Übergang von der AB-Student auf den Asylwerberstatus; wenn zwischen der AB und der weißen Karte für Asylwerber auch nur eine Sekunde lang ein unrechtmäßiger Aufenthalt bestanden hat, beginnt die Anwartschaft auf die Staatsbürgerschaft erst mit der weißen Karte.
Wie von Peter bereits gesagt, ist der Dau-EU unlogisch, weil dafür eine fünfjährige durchgehende Niederlassung erforderlich ist und sowohl die AB-Student als auch die Asylwerberschaft nur hälftig anrechenbar sind (bzw. letztere zur Gänze, falls das Asylverfahren mehr als 18 Monate gedauert hat).
Interessant ist, daß durch den Dau-EU Ihr Flüchtlingsstatus nicht erloschen ist. Allerdings kann er Ihnen aufgrund des Dau-EU nun jederzeit aberkannt werden, womit dann auch die Grundlage für den Konventionsreisepaß wegfällt.
Nach § 11a Abs.4 Z.1 StbG können anerkannte Flüchtlinge bei Erfüllung aller Voraussetzungen nach einem sechsjährigen ununterbrochen (siehe oben !) rechtmäßigen Aufenthalt die Staatsbürgerschaft erlangen; allerdings nur, wenn das BFA der Staatsbürgerschaftsbehörde mitteilt, daß weder ein Aberkennungsverfahren anhängig ist noch die Voraussetzungen für die Einleitung vorliegen; und genau daran hakt es jetzt bei Ihnen, weil dies aufgrund des Dau-EU ja der Fall ist.
Nach § 11a Abs.6 Z.1 StbG können Sie allerdings nach sechs Jahren (Rechnung wie oben) die Staatsbürgerschaft erhalten, wenn Sie neben allen Voraussetzungen auch B2 vorweisen können.
Ansonsten gibt's die Staatsbürgerschaft
- nach 6 Jahren + B1 + "nachhaltige persönliche Integration" (= mindestens dreijährige Tätigkeit für das Allgemeinwohl) oder
- nach 10 jahren + B1.
otrish and gad92 like this.
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  #3  
Alt 01-24-2018, 19:30
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2018
Beitraege: 6
otrish is on a distinguished road
Exclamation

Zitat:
Zitat von Küchenjurist Beitrag anzeigen
"Asylant" leitet sich vom Gerundiv ab und stimmt begrifflich eigentlich nur für anerkannte Flüchtlinge.
Ob Sie die 6+30 Monate-Regel erfüllen, müssen Sie selbst errechnen.
Ein weiterer Knackpunkt ist der Übergang von der AB-Student auf den Asylwerberstatus; wenn zwischen der AB und der weißen Karte für Asylwerber auch nur eine Sekunde lang ein unrechtmäßiger Aufenthalt bestanden hat, beginnt die Anwartschaft auf die Staatsbürgerschaft erst mit der weißen Karte.
Wie von Peter bereits gesagt, ist der Dau-EU unlogisch, weil dafür eine fünfjährige durchgehende Niederlassung erforderlich ist und sowohl die AB-Student als auch die Asylwerberschaft nur hälftig anrechenbar sind (bzw. letztere zur Gänze, falls das Asylverfahren mehr als 18 Monate gedauert hat).
Interessant ist, daß durch den Dau-EU Ihr Flüchtlingsstatus nicht erloschen ist. Allerdings kann er Ihnen aufgrund des Dau-EU nun jederzeit aberkannt werden, womit dann auch die Grundlage für den Konventionsreisepaß wegfällt.
Nach § 11a Abs.4 Z.1 StbG können anerkannte Flüchtlinge bei Erfüllung aller Voraussetzungen nach einem sechsjährigen ununterbrochen (siehe oben !) rechtmäßigen Aufenthalt die Staatsbürgerschaft erlangen; allerdings nur, wenn das BFA der Staatsbürgerschaftsbehörde mitteilt, daß weder ein Aberkennungsverfahren anhängig ist noch die Voraussetzungen für die Einleitung vorliegen; und genau daran hakt es jetzt bei Ihnen, weil dies aufgrund des Dau-EU ja der Fall ist.
Nach § 11a Abs.6 Z.1 StbG können Sie allerdings nach sechs Jahren (Rechnung wie oben) die Staatsbürgerschaft erhalten, wenn Sie neben allen Voraussetzungen auch B2 vorweisen können.
Ansonsten gibt's die Staatsbürgerschaft
- nach 6 Jahren + B1 + "nachhaltige persönliche Integration" (= mindestens dreijährige Tätigkeit für das Allgemeinwohl) oder
- nach 10 jahren + B1.
Ich danke Ihnen für diese Antwort
aber warum verliere ich meine Konvention-Reisepass ? wenn ich es nicht mehr habe , dann habe ich keine andere Reisepass
wie möglich ist ? die Sachbearbeiterin von MA35 hat auch nicht darüber etwas mir gesagt
wo kann ich die genaue Information bekommen ? oder hat jemand link von diese Gesetz ?
Danke
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  #4  
Alt 01-25-2018, 03:45
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 2.749
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Wenn Ihnen aufgrund des Dau-EU das Asyl aberkannt wird, sind Sie nicht mehr Flüchtling und haben daher auch keinen Anspruch mehr auf den Konventionsreisepaß.
Ich versteh ohnehin nicht, wozu der Wechsel auf den Dau-EU gut gewesen sein soll.
Und bevor Sie fragen: Nein, den Dau-EU können Sie nicht mehr zurückgeben ..
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  #5  
Alt 01-25-2018, 19:10
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2018
Beitraege: 6
otrish is on a distinguished road
Question

Zitat:
Zitat von Küchenjurist Beitrag anzeigen
Wenn Ihnen aufgrund des Dau-EU das Asyl aberkannt wird, sind Sie nicht mehr Flüchtling und haben daher auch keinen Anspruch mehr auf den Konventionsreisepaß.
Ich versteh ohnehin nicht, wozu der Wechsel auf den Dau-EU gut gewesen sein soll.
Und bevor Sie fragen: Nein, den Dau-EU können Sie nicht mehr zurückgeben ..
Ich wusste das nicht , wenn ich eine DAU-EU beantrage und bekomme , dann muss ich meine Konventionreisepass Zurück geben ! Ist das Ein Gesetz ?
und warum die Sachbearbeiterin von MA35 hat gar nicht darüber gesagt ??
Ich wollte einfach nur eine Aufenthalts karte haben , weil ich immer meine Reisepass mitbringen musste
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  #6  
Alt 04-29-2018, 13:41
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Apr 2018
Beitraege: 3
gad92 is on a distinguished road
Standard

Vielen Dank für die Erklärung aber ich hätte noch zwei Fragen.

Die erste Frage bezieht sich auf die Verleihung der Staatsbürgerschaft an einen Anerkannten Flüchtling.
Angenommen, der Asylwerber ist am 01.01.2013 ins Bundesgebiet eingereist und hat seinen Asylantrag gestellt. Am nächsten Tag wurde sein Verfahren zugelassen und er hat die Weiße Karte bekommen. Nach einem Jahr wurde dem Asylwerber der Status eines Asylberechtigten zuerkannt.
Die Frage ist nun: Wird das Jahr zwischen der Zulassung des Verfahrens und der Zuerkennung des Asylstatus auf die im Gesetz vorausgesetzten sechs Jahren angerechnet oder wird es nicht angerechnet?


Die zweite Frage ist bezüglich des Aufenthaltstitels Daueraufenthalt - EU; genau des § 45 Abs. 12. Vielleicht können Sie mir Folgendes erklären:

Der Zeitraum zwischen Einbringung des Antrages auf internationalen Schutz (§ 17 Abs. 2 AsylG 2005) und Zuerkennung des Status des Asylberechtigten oder des subsidiär Schutzberechtigten ist zur Hälfte, sofern dieser Zeitraum 18 Monate übersteigt zur Gänze, auf die Fünfjahresfrist anzurechnen.

Wie ich verstanden habe, wird der Zeitraum zur Hälfte angerechnet, solange dieser weniger als 18 Monate ist. Wenn jedoch der Zeitraum mehr als 18 Monate beträgt, wird er zur Ganze angerechnet.

Z. b 1. der Zeitraum ist 16 Monate, werden 8 Monate angerchnet.
2. der Zeitraum ist 20 Monate, werden die 20 Monate angerechnet

In EU-RL steht Folgendes dazu: „Im Falle von Personen, denen internationaler Schutz gewährt wurde, wird mindestens die Hälfte des Zeitraums zwischen dem Tag der Einreichung des Antrags, aufgrund dessen dieser internationale Schutz gewährt wurde, und dem Tag der Ausstellung des Aufenthaltstitels gemäß Artikel 24 der Richtlinie 2004/83/EG, oder der gesamte Zeitraum, wenn dieser 18 Monate übersteigt, in die Berechnung des Zeitraums gemäß Absatz 1 einbezogen.“

Habe ich das so richtig verstanden?


Vielen, vielen Dank im Voraus!
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  #7  
Alt 04-29-2018, 15:26
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 2.749
Küchenjurist is on a distinguished road
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staatsbürgerschaft

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