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  #1  
Alt 10-09-2004, 15:16
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard Selbständig nach dem Rechtsstudium

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte kann jemand mir die Info geben, ob man nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Österreich sich als Rechstsanwalt selbständig machen kann ? (Das Niederlassungsnachweis und sonstiges hat man, das ist wichtig, ob man wie in Deutschland zum Beispiel einige Jahren nach dem Studium fast umsonst irgendwo nicht arbeiten braucht, bevor man sich selbständig machen kann.) Wie sieht es in Ö aus ?

Meine 2. Frage ist: wie kann man Notar nach dem Studium in Ö werden ? (In meinem Heimatland muss man mindestens 3 Jahre als Rechstanwalt arbeiten, dass nur darf man Notar werden.)

Ich bedanke mich sehr im voraus.
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  #2  
Alt 10-11-2004, 11:37
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard

Prinzipiell sind nach dem Rechtsstudium noch fünf Jahre Praxis und dann die Anwaltsprüfung abzulegen.

Nähere infos findest Du unter

/www.unet.univie.ac.at/~a9052736/praxis/aufsatz.htm


mfg

Michael krenn, helping hands
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  #3  
Alt 10-11-2004, 15:01
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard

Vielen Dank, Herr Krenn, aber wie sieht es mit der notariellen Beschäftigung aus?

Vielen Dank
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  #4  
Alt 10-12-2004, 12:42
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard

Um als Notariatskandidat tätig werden zu können, muss ein Bewerber

* volljährig sein (aber nicht älter als 35 Jahre),
* die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und
* das Jus-Studium erfolgreich abgeschlossen haben.
* Unehrenhaftes Benehmen und das Nichtbestehen der freien Verwaltung seines Vermögens stehen einem Eintritt in den Berufsstand entgegen.



Die Notare sind selbst für die Ausbildung der Kandidaten verantwortlich. Ein interessierter Bewerber muss von einem Notar als Kandidat aufgenommen werden. Erfüllt der Kandidat alle Voraussetzungen, wird er in das Verzeichnis der Notariatskandidaten eingetragen.

Die Kandidaten gewinnen in der Folge in der Kanzlei des Ausbildungsnotars praktische Erfahrung in den verschiedenen notariellen Tätigkeitsbereichen. Sie müssen weiters an verpflichtenden Kursen und Seminaren teilnehmen und werden so auf allen für das Notariat wichtigen Gebieten geschult.

Um schließlich zum Notar ernannt zu werden, muss ein Bewerber die Notariatsprüfung bestehen, wobei die erste Teilprüfung nach 18 Monaten Tätigkeit als Notariatskandidat abgelegt werden kann, die zweite Teilprüfung nach weiteren 12 Monaten Praxiszeit als Kandidat.

Mit der Notariatsprüfung ist die Ausbildung des Notars nicht abgeschlossen. Es besteht vielmehr die Verpflichtung, seine Qualifikation durch Fortbildung zu erhalten und zu erweitern. In diesem Sinne werden jährlich Fortbildungsveranstaltungen von der Österreichischen Notariatsakademie, des Vereins der Notariatskandidaten und der NotarData (dem Institut der Österreichischen Notariatskammer für Informationstechnik und Büroorganisation) angeboten.

Im Fall der Abwesenheit des Notars (zB Urlaub, Krankheit) ist ein Substitut zu bestellen, der den Notar vertritt. Dafür kommt ein Notar desselben Kammersprengels in Frage, aber auch ein Notariatskandidat nach mindestens vierjähriger praktischer Verwendung.

Ein weiterer Karriereschritt für einen Notariatskandidaten besteht in der Bildung einer Notar-Partnerschaft. Eine solche Partnerschaft ist eine eingetragene Erwerbsgesellschaft, bei der ein Kandidat als persönlich haftender Gesellschafter oder als Kommanditist beitreten kann. Eine derartige Partnerschaft ist für beide Seiten von Vorteil: Der Notar kann einen bewährten Mitarbeiter auf Dauer auf seiner Amtsstelle halten, der Kandidat genießt später einen Vorzug bei der Bewerbung um diese Amtsstelle.

Ein Bewerber um eine freigewordene Notarstelle muss insgesamt mindestens sieben Jahre Berufserfahrung nachweisen, worin mindestens drei Jahre Kandidatenpraxis nach erfolgreichem Bestehen der Notariatsprüfung enthalten sein müssen. Die übrige Zeit kann er als Notariatskandidat, Rechtspraktikant, Richteramtsanwärter, Rechtsanwalt oder als rechtskundiger Beamter beim Bundesministerium für Justiz oder der Finanzprokuratur oder als rechtskundiger Angestellter der Österreichischen Notariatskammer, einer Landes-Notariatskammer oder der Versicherungsanstalt der Österreichischen Notariats verbracht haben.

Eine Ernennung zum Notar nach der gesetzlichen Mindestpraxis von sieben Jahren ist allerdings nur Theorie. Tatsächlich betragen die Wartezeiten derzeit zwischen 15 und 20 Jahren. Nur in seltenen Fällen (kleine oder neu errichtete Amtsstelle) kann mit einer Ernennung schon nach 10 bis 15 Jahren gerechnet werden.

mfg

Michi, hh
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