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  #1  
Alt 07-21-2017, 10:41
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2016
Beitraege: 21
Zettlklauber is on a distinguished road
Standard Nachreichen von Unterlagen bei Antrag auf Aufenthaltskarte

Meine Frau und ich haben nun alle Dokumente, die von uns gefordert wurden, bei der MA35 abgegeben, allerdings gibt es noch 2 Punkte, die uns etwas stutzig machen:

1. Bei der Antragstellung wurden durch eine sehr kompetent wirkende Mitarbeiterin wesentlich weniger Dokumente gefordert als erwartet (kein aktueller Einkommensnachweis, kein Versicherungsnachweis, kein Auszug aus dem Strafregister). Können im Zuge des Verfahrens weitere Dokumente eingefordert werden?

2. Wir mussten die Übersetzung einiger Dokumente sowie Passbilder mit aktuellen vermerktem Datum (ja, ohne dem geht wirklich nichts) nachreichen. Der deutlich weniger freundliche und weniger kompetent wirkende Mitarbeiter meinte diesesmal, dass er mir per Gesetzt keine Bestätigung aushändigen dürfe, die den Empfang der Fotos bestätigen. Zusätzlich versicherte er mir von sich selbst heraus, dass er in keiner Weise die innere Ruhe verliere, bevor seine Klienten nicht mit dem Anwalt vor der Tür stehen.
Einigermaßen überrascht und verwirrt von diesem Hergang lässt uns das nun verunsichert zurück. Werden diese Fotos jemals in den Ordner unseres Antrags wandern? War seine Aussage korrekt, er dürfe keine Bestätigung geben? Sollen wir nun nachtelefonieren/schreiben, ob die Fotos so ok sind bzw. eingelangt sind?

Der Antrag ist mit Juni eingereicht. Ob wann sollte man sich der Behörde schriftlich/telefonisch in Erinnerung rufen? Was ich hier bereits gelesen habe, sollte man nicht einfach darauf warten, dass irgendwann die Aufenthaltskarte fertig sei.

Geaendert von Zettlklauber (07-21-2017 um 10:43 Uhr).
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  #2  
Alt 07-21-2017, 13:21
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 2.850
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Eine "Aufenthaltskarte" dokumentiert ein unionsrechtlich eingeräumtes Aufenthaltsrecht (im Gegensatz zum "Aufenthaltstitel", der ein Aufenthaltsrecht auf rein nationaler Grundlage verleiht).
Die Richtlinie 2004/38/EG statuiert als Ausstellungsvoraussetzung für eine Aufenthaltskarte den Nachweis
a) der Identität,
b) der Familienangehörigeneigenschaft,
c) einer Krankenversicherung sowie
d) "ausreichender" Unterhaltsmittel, die betragsmäßig nicht festgelegt sind, aber einen Sozialhilfebezug möglichst ausschließen sollen.
Mehr als das darf nicht verlangt werden.
Die Erledigungdsdauer darf auch laut Richtlinie sechs Monate nicht übersteigen, ein Paßfoto wird die Behörde spätestens für den Druck der Karte ohnehin brauchen, und wenn Sie meinen, daß die Behörde zuwenig verlangt hat oder Ihren Akt nicht sorgfältig genug führt, ist es Ihnen unbenommen, Dinge auch unaufgefordert per Einschreiben nachzureichen.
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  #3  
Alt 07-21-2017, 13:56
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2016
Beitraege: 21
Zettlklauber is on a distinguished road
Standard

.. und in unsrem Fall ebenfalls divers. Dokumente, die die Ausübung des Unionsrecht auf Freizügigkeit nachweisen.

Die 6 Monate Richtlinie ist mir bekannt, aber ebenfalls viele Erfahrungsberichte die klar aufzeigen, dass dieser Zeitraum von der Behörde oft nicht eingehalten und überschritten wird. Leider wird auch oft von unsachgemäßer Bearbeitung von Anträgen berichtet. Ich lese nicht nur hier davon sondern habe auch einen Bericht aus erster Hand im engeren Bekanntenkreis.

Daher unser Besorgnis und meine Fragestellungen hierzu
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  #4  
Alt 07-21-2017, 18:55
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 14.686
helpingshands is on a distinguished road
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..und weil das nur eine Dokumentation ist, ist die Fristenüberschreitung zwar lästig, aber unschädlich. Sie können nach Überschreiten der 6 Monate Säumnisbeschwerde einbringen.

Grüsse
Peter
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  #5  
Alt 09-03-2017, 20:07
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2016
Beitraege: 21
Zettlklauber is on a distinguished road
Standard

Danke für die Antwort. Wir waren nicht lästig und haben gewartet. Nun, 3 Monate nach unserer ursprünglichen Beantragung und 2 Monate nach der Nachreichung ausständiger Dokumente, fordert die Ma35 weitere Dokumente an, unter anderem einen "Nachweis über die Mietzahlung im EU-Ausland" in dem ich gelebt habe.

Diese Mietzahlung erfolgte seinerzeit in Bar (ist so auch auf der Übersetzung des Mietvertrages angegeben) und die schriftliche Quittung meines damaligen Vermieters dafür lässt sich bisher nicht mehr finden.

Natürlich werde ich nochmal die Wohnung durchsuchen, aber was tun, wenn diese Zettel nicht mehr auftauchen? Gibt es Alternativen? Darf die Behörde aufgrund dieses Fehlens den Antrag ablehnen?
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  #6  
Alt 09-03-2017, 21:36
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 2.850
Küchenjurist is on a distinguished road
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Wenn Sie die Ausübung der Freizügigkeit anderweitig nachweisen können, nein.
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  #7  
Alt 09-04-2017, 17:56
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 14.686
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Welche Kategorie Freizügigkeit haben Sie denn verwirklicht? Job, Ausbildung/Studium oder privater Aufenthalt?

Grüsse
Peter
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  #8  
Alt 09-04-2017, 18:09
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2016
Beitraege: 21
Zettlklauber is on a distinguished road
Standard

Job.
Bereits eingereichte Dokumente aus dem EU Ausland.: Anmeldebescheinigung, Versicherungsnachweis, Mietvertrag, Arbeitsvertrag und Lohnzettel samt Übersetzungen.

Amt, was willst du mehr??
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  #9  
Alt 09-04-2017, 18:12
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 14.686
helpingshands is on a distinguished road
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Dann können Sie den Mietvertrag locker ignorieren.
Ist die Behörde besonders lästig, hilft die Frage nach der Rechtsgrundlage.

Grüsse
Peter
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  #10  
Alt 09-04-2017, 18:42
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Dec 2016
Beitraege: 21
Zettlklauber is on a distinguished road
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d.h. der Mietvertrag wäre schon nicht nötig gewesen und der der zusätzliche Nachweis, dass ich auch meine Miete bezahlt habe, erst recht?
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