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  #1  
Alt 09-27-2005, 02:20
samantha
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard Aufenthalt für Drittstaatsangehörigen einer Österreicherin

Hallo,

Ich bin österreichische Staatsbürgerin und lebe mit meinem brasilianischen Ehemann in Grossbritannien (GB), also im EWR. Wir haben 2003 in Brasilien geheiratet und sind 2004 gemeinsam nach Grossbritannien gezogen, um dort zu leben und arbeiten. Wir haben nie gemeinsam in Österreich gelebt. Ich lebe seit 1998 nicht mehr in Österreich.
Sowohl ich als auch mein Ehemann arbeiten in Grossbritannien für britische Firmen.

Wir ziehen derzeit in Erwägung, im Laufe von 2006 gemeinsam nach Österreich zu ziehen und dort unseren neuen Lebensmittelpunkt zu errichten. Ich weiss, dass ich als Österreicherin keinerlei Aufenthaltsbewilligung noch Beschäftigungsbewilligung benötige.

1. Unter dem neuen Fremdenrechtspaket 2005 sollte meines Erachtens nach mein Ehegatte nach NAG, 4. Hauptstück, 2. Teil, Paragraf 57 "Schweizer Bürger und deren Angehörige sowie Angehörige von Österreichern" behandelt werden. Demnach werden die gleichen Regelungen angewendet wie für EWR-Bürger und deren Familienangehörige. Stimmt meine Annahme?
2. Falls ja, hat er das Recht, innerhalb der ersten drei Monate der Niederlassung in Österreich nach NAG, 4. Hauptstück, 2. Teil, Paragraf 54 eine Daueraufenthaltskarte mit 10jähriger Gültigkeit zu beantragen?
3. Sobald mein Ehemann einen gültigen Aufenthaltstitel besitzt, benötigt er nach dem Fremdenrechtspaket 2005, als Ehegatte einer Österreicherin, die von ihrem Freizügigkeitsrecht Gebrauch gemacht hat, irgendeine Beschäftigungsbewilligung, um in Österreich arbeiten zu können? Falls ja, unterliegt mein Ehemann irgendeiner Quotenregelung?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

MfG,

Samantha
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  #2  
Alt 09-27-2005, 12:25
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard

Hallo,

Die Frage ist nach der Rechtslage ab nächstem Jahr gar nicht so einfach zu beantworten.

Feststeht, dass Ihrem Mann natürlich ein niederlassungsrecht zusteht, welches dokument er genau beantragen muss/ bekommen kann, ist fraglich. Der Gesetzgeber hat in dem neuen NAG (Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz) eine unterscheidliche Rechtslage für "Österreicher, die einen Freizügigkeitssachverhalt verwirklichen" und jenen, die das nicht tun eingeführt. Da Sie mit Ihrem Gatten direkt aus einem anderen EU-Staat nach Österreich übersiedeln, gehe ich davon aus, dass für Sie die ersteren, günstigeren Regeln anzuwenden sind. (§§ 57-54 NAG) Ihr Gatte bekäme daher die daueraufenthaltskarte und nicht den Aufenthaltstitel "Familianangehöriger" (§47). Ich nehme mal an, dass das so sein wird-da aber bislang nur der blanke Gestezstext existiert und keine erfahrung mit der Behördenpraxis vorliegt, bleibt ein gewisses Fragezeichen.

Die zweite Frage ist einfach zu beantworten: Wenn er den jeweiligen Titel hat, braucht er kein dokument nach dem Ausländerbschäftigungsgesetz mehr, da er dann automatisch ausgenommen ist.

mfg

Michi, hh
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  #3  
Alt 09-27-2005, 13:33
samantha
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard Aufklärung

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin gespannt, wie die österreichische Regierung den (dubiosen) Unterschied zwischen Staatsbürgern, die ihr Freizügigkeitsrecht in Anspruch genommen haben und denjenigen, die es nicht tun, ab 2006 in der Praxis handhaben werden.

Nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz sind also direkte Familienangehörige von Österreichern und EWR-Bürgern, die einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen, Österreichern im Arbeitsmarkt gleichgestellt? D.h. mein Ehemann darf nicht aufgrund seiner Nationalität vom AMS oder einem potentiellen Arbeitgeber diskriminiert werden?

Vielen Dank.

MfG,
Samantha
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  #4  
Alt 09-27-2005, 14:06
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard

Es bedeutet, dass nach ereteilung des jeweiligen Niederlassungsdokuments keine weitere Beschäftigungsbewilligung od. ähnliches mehr nötig ist. Ihr Mann kann dann also nach belieben jeden job in ö annehmen.

mfg


Michi, hh
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  #5  
Alt 09-27-2005, 21:15
samantha
Guest
 
Beitraege: n/a
Standard Vielen Dank

Danke schön für die Aufklärung.

MfG,

Samantha
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