Das Forum für Ausländer & Migranten in Österreich

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-   -   Aufenthaltskarte - laufendes Verfahren aber Job verloren (http://www.auslaender.at/forum/beratung-aufenthalt-%C3%96sterreich/18056-aufenthaltskarte-laufendes-verfahren-aber-job-verloren.html)

gabormi 01-20-2019 21:08

Aufenthaltskarte - laufendes Verfahren aber Job verloren
 
Hallo,

Folgende Situation:

Am 25.09.18 haben wir (meine Frau und ich) einen Antrag auf Aufenthaltskarte gestellt. Das Verfahren läuft noch.
[B]Ich habe aber am 10.01.19 meinen Job verloren[/B], Urlaubentschädigung bekommen (war ich seit 10 Monate nicht im Urlaub) und bin jetzt seit 2 Tagen auf dem "Urlaub" in meiner Heimatstadt in Serbien. Mein Plan ist dass ich hier bis Ende Jänner bleibe und dann Nach Wien komme und nach einem Job suche.

Ich weiss dass die Bearbeitung eine solche Karte bis 25.03.19. dauern kann (auch sogar länger wie ich in Forum gelesen habe).
Am Antragstellung haben wir meine Anmeldung beim WGKK vorgelegt (nachgereicht am 28.09.18). Drinnen steht dass ich 40 Stunde angemeldet bin (damals war so).

[B] Wird die Behörde (MA35-EWR) bevor die Karteaustellung noch eine Überprüfung meine Beschäftigung durchführen[/B]???
Was sind die Konsequenzen wenn sie so tun? Meine Frau bleibt in Wien weil sie sowieso die Grenze nicht überschreiten darf (in MA35 wurde ihr gesagt dass sie nur auf eigene Veratwortung resien darf). Wir sind beide versichert bzw mitversichert.

Ich habe keine Anspruch auf Arbeitslosengeld und habe ich nie Mindestsicherung bezogen.

Danke im Voraus,
LG

helpingshands 01-20-2019 23:52

Das ist ein oder zwei Runden giftiger:

a) besteht aktuell keine Familiengemeinschaft in Österreich.. ja, 2 Wochen Urlaub sind keine Katstrophe, aber wenns der Behörde just jetzt auffallen sollte..
b) sind Sie nur dann weiterhin Arbeitnehmer, wenn Sie davor 12 Monate durchgängig gearbeitet haben. Wenn nicht, fallen Sie in die Kategorie "sonstiger Aufenthalt" und die behörde darf nach einem (nicht bezifferten) Einkommen fragen.

Ein Problem mit Pkt. b kann zur Feststellung führem dass das Aufenthaltsrecht nicht bestanden hat, und zwar über etliche Jahre..

Grüsse
Peter

gabormi 01-21-2019 00:53

Also, es kann sein dass die Behörde für Ersparniss fragt oder was haben sie gemeint?
Naturlich ich hofe ich werde wenigstens einen 6-Stunde/woche Job finden.

Wenn es dazu kommt dass die Behörde überprüft ob ich noch arbeite - werden wir einfach abgelehnt und 6 Monate frist wird beim neuer Antragstellung von Anfang an starten?

Oder/ werde ich irgendwelche Zeit bekommen um Arbeit zu finden und WGKk Anmeldung vorzulegen?

Uns ist nur wichtig dass die katastrofalle 6-Monate frist nicht von Anfang
beginnt...

Küchenjurist 01-21-2019 02:38

Achtung - es gibt Judikatur vom Verwaltungsgericht Wien, wonach die Arbeitnehmereigenschaft nur erhalten bleibt, wenn die sofortige Meldung als arbeitssuchend beim AMS erfolgt - und daher nicht, wenn davor erst noch ein Heimaturlaub eingelegt wird.
(Daß kein AlVG-Anspruch besteht, ändert daran nichts.)

gabormi 01-21-2019 22:51

Ich werde Ende Jänner zurückkommen und einen Job finden. Ich hab schon einen Job Angebot der ab 3.2. anfangen kann. Daweil melde ich mich per AMS Konto Arbeitloss.
Hofentlich wird alles ok.
Es scheint so aus als die Behörde wartet dass etwas schief geht und die Karte nicht ausstellt. Ge bitte, wir kommen gerade in 5te Monat der Bearbeitungszeit.

Ich verstehe die ganze Sache mit Anmeldbescheinigung nicht mehr: Soll ich wenn ich kein Arbeitnehmer mehr bin (nur für die 3 Woche) einfach ins MA35 hingehen und melden dass ich jetzt unter „sonstiger aufenthalt“ fehle?? Ist dass wichtig für mich nur weil meine Frau im Verfahren ist oder muss ein EU-Burger gesetzlich die Behörde immer verständigen??
Rechnet sich meine Wgkk Hauptversicherung und Wohnsitzmeldung als kein Lebensmittelpunkt in Wien? Dürfen wir eigentlich innerhalb einem Jahr maximal 6 (oder 3) Monate außer EU bleiben? Wieso sind die 2 oder 3 Woche jetzt für uns Problem verstehe ich nicht.

helpingshands 01-22-2019 16:51

Dann verstehen Sie es nicht - aber kommen Sie dann nicht, wenn es Probleme gibt.

Die Anmeldebescheinigung ist ein Blitzlicht in einem bestimmten Moment, und es gibt eben mehrere Kategorien Europäer. Wenn Sie zwischen diesen wechseln ist das etwas anderes als ein von mir aus vielwöchiger Urlaub.

Grüsse
Peter

gabormi 01-22-2019 19:11

Aber ratten sie mich bitte was wäre am besten zu tun?

Also es ist jetzt so - ich bin nach Serbien gefahren und die Geschichte kann ich nicht ändern und wenn es wircklich nötig ist kann ich auch schnell zurückkomen.

Es geht nich darum ob ich verstehe oder nicht - ich bin ein Automechaniker und mir ist diese Welt der Bürokratie ganz schwer zu verstehen.
Oder is jetzt alles wircklich so schwarz?

helpingshands 01-23-2019 13:56

Plan A: Wenn Sie sich beim AMS arbeitslos melden (so schnell wie möglich, ist das schon erfolgt?), werden die ohnehin einen Termin vergeben, zu dem Sie in Wien sein müssen. Sollte dann der nächste Job am 3.2. beginnen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass niemand den Jänner hinterfragt.

Plan B: Wenn die Einstellung per 3.2. fix ist und Sie ihren Heimaturlaub "ausschöpfen" wollen, melden Sie sich nicht beim AMS, werden wohl gefragt werden, sagen dann, dass Sie das wegen der ohnedies raschen Wiedereinstellung "vergessen" haben und kein Mensch kann Ihnen irgendwas nachweisen

Grüsse
Peter

gabormi 02-03-2019 11:37

Danke für den Rat.

Ich bin jetzt bei selber firma aber geringfügig angemeldet. (nächster Monat wird es 20 Stunde, anderes ging es nicht)
Auf dem Wgkk - Anmeldung steht aber keine Stunde Ausmaß. Angeblich, steht das nie auf neuem Anmeldungszettel, nur auf Änderungsmeldung. :o Auch auf unserem Lohnzettel gibt es diese Info nicht.
Ich bin 9 stunde/woche angemeldet, laut meinem Gehalt.

Wird die Behörde für die neue Wgkk-Anmeldung/SV-Auszug fragen? Obwohl diese im Septembar, 2 Tage nach Antragstellung nachgereicht wurden. (Ich weiss nicht wo ich wgkk Anmeldung mit Stundenausmaß besorgen kann).
Naturlich jetzt werden wir selbstversicherung zahlen, bis ich noch nicht vollversichert bin. Auch haben wir gemeinsame Wohnung (nur zur info).

Wir haben Plan bisserl “agressiver” mit MA35 zu reden, indem wir mit Seumnisbeshwerde, Volksanwaltschaft bedrohen. Naturlich das machen wir im 6. Bearbeitungsmonat, gerade sind wir im 5tem. Zuerst fangen wir mit Akteneinsicht an. (und drinnen wird wahrscheinlich stehen das mit dem Antrag nichts gemacht wurde).

Ist das Recht “auf unserer Seite” damit wir bald mutiger mit MA35 reden dürfen?

helpingshands 02-05-2019 18:25

Was "aggressiver reden" bewirken soll, entzieht sich meiner Nachvollziehbarkeit. Sie können warten oder säumen. Arbeitnehmereigenschaaft haben Sie wieder, Versicherung ist unabhängig davon ein guter Plan (braucht nur ein Unfall passieren, der KAV ist mit saftigen Rechnungen sehr flott..)

Grüsse
Peter


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