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  #1  
Alt 01-28-2019, 19:41
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2019
Beitraege: 6
crenae1803 is on a distinguished road
Standard Angehörige von EWR-Bürger / deutsche Freizügigkeitsbescheinigung ausreichend?

Habe mich schon wie wild durchgesucht, aber da es seit 2013 keine Freuzügigkeitsbescheinigungen mehr gibt wenig gefunden, was mir in meinem direkten Fall weiterhilft.

Bin österr. Staatsbürgerin, habe zw 2010-2012 in Deutschland gelebt, dort zuerst eine Ausbildung an einer anerkannten privaten Schule gestartet, diese aber nach einigen Monaten abgebrochen, dann immer wieder kleine Aufträge gearbeitet, habe auch eine dt Steuernummer, aber nie durchgehend wo angestellt gewesen. Mir wurde damals eine Freizügigkeitsbescheinigung ausgestellt (die es seit 2013 nicht mehr gibt).
Bin seit 2017 mit einer US Amerikanerin verpartnert, sie ist seit Anfang diesen Jahres in Ö und wir wollten ursprünglich die Route Aufenthaltstitel Familienangehöriger wählen, vermuten aber, dass wirs übers Unionsrecht leichter haben.

Jetzt meine Fragen:
Reicht eine Freizügigkeitsbescheinigung aus?
Ich war nicht krankenversichert, soweit ich mich erinnern kann (war junge Studentin und meine Eltern haben den ganzen Papierkram erledigt, deshalb kann ich mich teilweise schlecht erinnern).
Ich war 2010-2012 in Deutschland gemeldet und sollte das auch via Melderegister nachweisen können.
Wird mir der Mangel an regelmäßiger Erwerbstätigkeit hier zum Verhängnis oder ist das irrelevant, wenn ich mind 3 Monate Ausbildung bzw Meldung 2010-2012 nachweisen kann?

Ich danke herzlichst für jegliche Hilfe
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  #2  
Alt 01-28-2019, 19:58
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.377
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Es ist binnen 4 Monaten die "Aufenthaltskarte" zu beantragen (die heißt so), Grundlage dafür ist § 57 NAG. Dazu wurde hier schon viel geschrieben.

Geaendert von Küchenjurist (01-29-2019 um 03:42 Uhr).
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  #3  
Alt 01-28-2019, 20:11
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2019
Beitraege: 6
crenae1803 is on a distinguished road
Standard

Was wir beantragen müssten, wissen wir. Ob das in unserem Fall sinnvoll ist, ist unsere Frage.

Wir haben uns grundsätzlich darauf vorbereitet Antrag auf Familienangehörige zu stellen, haben deshalb im Grunde alles was wir dafür brauchen, ich verdiene aber nicht genug um uns beide über die knapp 1400€ + Miete die wir monatlich zur Verfügung haben sollten zu bringen und beim Erstantrag stellen wurde uns vermittelt, dass wir uns nur mit Kapital auf Seiten meiner Partnerin schwer tun werden, da weit zu kommen.

Deshalb die Interesse an der Aufenthaltskarte. Dazu muss ich aber belegen können, dass ich meine Freizügigkeit auch genutzt habe und dafür wollte ich wissen, ob meine Freizügigkeitsbescheinigung von damals ausreicht bzw eine Bestätigung der Schule, dass ich dort ein Semester absolviert habe, da ich nie durchgehend in D erwerbstätig war.
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  #4  
Alt 01-29-2019, 10:02
Senior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jun 2016
Beitraege: 294
insider is on a distinguished road
Standard

Der Schulbesuch sollte reichen, auch eine Ausbildung an einer öffentlichen oder öffentlich anerkannten Schule ist die Inanspruchnahme der Freizügigkeit, die behördliche Meldung -also nur die Wohnsitznahme- wird eher nicht reichen.

Ihre Partnerin soll auf jeden Fall fristgerecht den Antrag für eine Aufenthaltskarte stellen.

BTW: Verrennen sie sich nicht in Details, ob es die Freizügigkeitsbestätigung in DE noch gibt oder nicht ist irrelevant.

Geaendert von insider (01-29-2019 um 10:04 Uhr).
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  #5  
Alt 01-29-2019, 19:01
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.504
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Sie waren zwei Jahre in Deutschland - dazu gibt es vermutlich massenhaft Belege, auch die Versicherungslücke in Östereich hilft (wenn Sie immer in Österreich versichert waren: dann haben Sie in Deutschland nur studiert und allenfalls Gelegenheitsjobs unter jeder Geringfügigkeitsgrenze angenommen)

Ab in die EWR-Abteilung der jeweiligen Aufenthaltsbehörde. Irgendeine Erwerbstätigkeit von Ihnen macht die Liste der zulässigerweise geforderten Unterlagen deutlich kürzer.

Grüsse
Peter
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  #6  
Alt 01-30-2019, 13:17
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2019
Beitraege: 6
crenae1803 is on a distinguished road
Standard

Zitat:
Zitat von helpingshands Beitrag anzeigen
(wenn Sie immer in Österreich versichert waren: dann haben Sie in Deutschland nur studiert und allenfalls Gelegenheitsjobs unter jeder Geringfügigkeitsgrenze angenommen)
War auch so. Also sämtliches Geldverdienen war weit unter irgendwelcher Grenzne und nie regelmäßig. Reicht Nachweis fürs Studium, auch wenn dieses abgebrochen wurde?
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  #7  
Alt 01-30-2019, 16:38
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.377
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Lesen Sie Artikel 7 der RL 2004/38/EG.
Nur studiert zu haben, erfüllt die dort verlangten Voraussetzungen nur, wenn zusätzlich Unterhaltsmittel in einer Höhe, die eine Sozialhilfegewährung (in Deutschland) ausgeschlossen hat UND eine (in Deutschland) umfassend leistungspflichtige Krankenversicherung vorgelegen haben (also nicht bloß eine österreichische grüne Versicherungskarte).
Wenn Sie die Varianten Studium und Erwerbstätigkeit kombinieren wollen, sodaß es auf die Höhe der Einkünfte nicht ankommt (sehr wohl aber laut EuGH darauf, daß die Erwerbstätigkeit nicht bloß völlig untergeordneten Charakter hatte, siehe EuGH Hava Genc), dann werden Sie wohl auch die Erwerbstätigkeit nachweisen müssen.
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  #8  
Alt 01-30-2019, 18:04
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Jan 2019
Beitraege: 6
crenae1803 is on a distinguished road
Standard

Herzlichen Dank für die Informationen. Dann bleibts doch beim AT Familienangehörige bei uns.
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  #9  
Alt 01-30-2019, 18:48
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.504
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Die österreichische Versicherung ist in der EU ausreiechend; die österreichischen Irrungen & Wirrungen rund um die Unterbringung jenseits der Heilbehandlung führen in der grauen Theorie dazu, dass österr. Pflichtversicherungen umfassender sind als die deutschen (zumindest meinen das österreichische NAG-Behörden), aber das Thema interessiert uns nicht - zu ihrem Glück haben Sie noch eine deutsche Freizügigkeitsbescheinigung erhalten, ergo waren die deutschen Behörde der Ansicht, Sie hätten die Bedingungen erfüllt.

Grüsse
Peter
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  #10  
Alt 01-30-2019, 19:47
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.377
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Dein Wort in Gottes Ohr, aber nachdem das NAG ja Verhinderungsrecht ist, würde ich mich nicht nur auf eine deklarative deutsche Freizügigkeitsbescheinigung verlassen.
Allerdings auch nicht prinzipiell von einem Versuch abraten, aber Durchhaltevermögen und Nervenstärke sind dafür jedenfalls nötig.
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Stichworte
freizügigkeit, unionsrecht

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