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  #1  
Alt 10-06-2009, 12:06
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2009
Beitraege: 6
mirlum is on a distinguished road
Standard Heirat mit Chinesin

Hallo,

ich bin slowakischer Staatsbuerger und lebe seit ueber 20 Jahren in Oesterreich.
Nun moechte ich mit meiner chinesischen Freundin, in Oesterreich fuer immer zusammenleben. Sie allerdings lebt in China.

Ich habe in diesem Forum schon einige nuetzliche Informationen bekommen, dennoch habe ich noch ein Paar Fragen.

1. Gilt nach unserer Heirat der selbe buerokratische weg wie wenn ich oesterreichischer staatsbuerger waere oder gibt es da in meinem Fall noch etwas zu beachten?

2. Ermoeglicht in weiterer Folge der Aufenthatstitel als Familienangehoeriger, den dann meine zukuenftige Frau erhalten sollte, auch den Zugang zum Arbeitsmarkt in Oesterreich?

3. Hinsichtlich Ausreisevisum fuer meine chinesische Freundin und hinsichtlich Kosten, ist es nach wie vor vernuenftiger in China statt in Oesterreich zu heiraten?

4. Spielt der chinesische Arbeitgeber meiner Freundin in diesem Fall eine Rolle? Es wird ihr naehmlich mit Kuendigung gedroht, wenn sie sich mit mir weiterhin treffen sollte. In wie fern kann ihr Arbeitgeber ihre Ausreise nach Osterreich hindern?

Ich wuerde fuer etwas Hilfe bei diesem Problem sehr dankbar sein!

Danke!

mfg

mirlum
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  #2  
Alt 10-06-2009, 16:18
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.388
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

zu 1.: Da Sie freizügigkeitsberechtigt sind, hat Ihre Zukünftige sofort nach der Eheschließung von Gemeinschaftsrechts wegen ein Niederlassungsrecht und zu dessen Bescheinigung Anspruch auf Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte (alles was Sie hier schon über "Aufenthaltstitel" gelesen haben, gilt daher für Sie nicht).

zu 2.: Bereits mit der Eheschließung besteht auch freier Arbeitsmarktzugang, kann auf Wunsch vom AMS bestätigt werden.
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  #3  
Alt 10-06-2009, 16:30
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.513
helpingshands is on a distinguished road
Standard

zu 3: Da ein Visum sehr schwer zu bekommen ist, sieht das nach Hochzeit in China aus

zu 4: Wenn der Arbeitgeber kündigt, will er sie nicht mehr im Betrieb - wie und warum sollte er dann etwas gegen die Ausreise haben? Sie ist einfach nicht mehr dort...

Grüsse,
Peter
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  #4  
Alt 10-07-2009, 07:10
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2009
Beitraege: 6
mirlum is on a distinguished road
Standard noch offene Punkte

Hallo,

danke fuer die rasche Hilfe! Das ist ein echt gutes Forum hier!

Unsere Sitation klingt nun um einiges leichter als ich befuerchtet habe.

zu 1: Hat sich die Gesetzlage in letzter Zeit veraendert, oder warum gilt das ganze was ich ueber die Aufenthaltstitel gelesen habe in meinem Fall nicht? In anderen Faellen mussten doch die "Chinesinen" bis zu 6 Monate auf den Aufenthaltstitel fuer Familienangehoerige warten.
Gilt fuer mich als slowakischen Staatsbuerger die volle Freizuegigkeitsberechtigung? Ich dachte es gibt eine Einschraenkung in Oesterreich und Deutschland bis 2011.

zu 3 und 4: Ich meinte hier, kann der jetzige, chinesische Arbeitgeber meiner Freundin bei einem Antrag auf Touristenvisum fuer Oesterreich Probleme machen? Ich denke sie braeuchte eine Bestaetigung von ihrem Arbeitgeber fuer den Visumantrag. Ihr Arbeitgeber will eigentlich in ihre Weiterbildung investieren und deswegen gefallen ihm unsere Plaene nicht. Ansonsten war sie schon bereits beruflich in Oesterreich, Deutschland und USA, aber nie privat. Woran koennte ihr Visumantrag fuer privaten Besuch in Oesterreich scheitern?

Aus meinem jetzigen Wissensstand heraus schweben mir 2 Varianten vor, wie ich mit meiner Zukuenftigen zusammen leben kann:

Variante 1: Meine Freundin bekommt Touristenvisum. Sie kommt nach Oesterreich und wir heiraten hier. Danach erhaelt sie die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung fuer den EU-Raum. Wuerde das so funktionieren?

Variante 2: Sie bekommt kein Touristenvisum. Wir heiraten in China. Kann sie nach der Heirat einfach nach Oesterreich reisen, oder gibt es da ein Visum zu beantragen? Wenn sie dann in Oe ist, dann gilt aufgrund meiner Freizuegigkeitsberechtigung und nach dem Gemeinschaftsrecht wiederum das gleiche wie bei Variante 1. Ist das richtig?

Bitte helft mir noch diese Punkte zu klaeren.

Vielen Dank im Voraus!

mfg

mirlum
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  #5  
Alt 10-07-2009, 08:16
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2009
Beitraege: 4
Stefan01 is on a distinguished road
Standard

Hallo mirlum,

ich stehe genau vor dem selben Problem wie sie.
Ich bin österreichischer Staatsbürger (auch hier geboren) und möchte meine chiesische Freundin (in China lebend) heiraten.
Nach stundenlangen Recherchen im Internet bin ich zu folgendem Schluss gekommen:
Eine Heirat in Österreich ist nur schwer möglich, da zu 99% das Visum von ihrer Freundin von der österreichischen Botschaft in China abgelehnt wird. Begründung: "Verdacht, dass sie nicht wieder nach China zurückkehrt."
Somit gibts kein Visum, und auch keine Heirat in Österreich.

Somit bleibt nur mehr die Möglichkeit, in China zu heiraten.
Hier der Ablauf, den ich mir zusammengeschrieben habe:

Ablauf

Heirat in China

Dokumente von mir:

- Kopie Reisepass mit Apostille (Echtheitsbestätigung) übersetzen (ins Chinesische) und beglaubigen (beides)
- Kopie Meldezettel beglaubigen, übersetzen (ins Chinesische) und wieder beglaubigen
- Ledigkeitsbescheinigung von österr. Standesamt mit Apostille, übersetzen (ins Chinesische) und beglaubigen (beides)
- Alle Dokumente zu ihr nach China schicken, sie vervollständigt dann die Ledigkeitsbescheinigung mit ihren Daten.
- Danach nach China reisen, und heiraten.

Antrag auf „Aufenthaltstitel Familienangehöriger“
Antrag wird von ihr nach Hochzeit in China gestellt.
Dazu muss ich folgendes erfüllen:
- 1100 Euro netto Verdienst pro Monat
- eigene Wohnung
- Strafregisterauszug (Leumundszeugnis)
- österreichische Versicherung von ihr

Nach Erhalt ihres D-Visums Einreise nach Österreich und Abholung des Antrags bei MA35

Tipps:
Übersetzungen: Alle Unterlagen in China übersetzen lassen, und dann dort beglaubigen
Bei meiner Einreise nach China: Hotel- Registrierung mitnehmen !!!
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  #6  
Alt 10-07-2009, 10:26
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2009
Beitraege: 6
mirlum is on a distinguished road
Standard Wie jetzt?

vielen Dank Stefan fuer die detalierte Info!
Im Groben habe ich diese Vorgangsweise auch aus meinen Recherchen so verstanden.
Allerdings steht dann die Aussage von Kuechenjurist im Widerspruch dazu:

Zitat:
zu 1.: Da Sie freizügigkeitsberechtigt sind, hat Ihre Zukünftige sofort nach der Eheschließung von Gemeinschaftsrechts wegen ein Niederlassungsrecht und zu dessen Bescheinigung Anspruch auf Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte (alles was Sie hier schon über "Aufenthaltstitel" gelesen haben, gilt daher für Sie nicht).
Wie ist den nun die richtige Vorgangsweise bei meinem Problem? Spielt meine Staatsbuergerschaft in diesem Fall eine Rolle?

mfg

mirlum
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  #7  
Alt 10-07-2009, 10:58
Senior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2007
Beitraege: 356
libertad is on a distinguished road
Standard

Zitat:
Zitat von mirlum Beitrag anzeigen
Wie ist den nun die richtige Vorgangsweise bei meinem Problem? Spielt meine Staatsbuergerschaft in diesem Fall eine Rolle?
Ganz genau: als EU-Bürger gelten andere, großzügigere Regelungen als für (nicht freizügigkeitsberechtigte) ÖsterreicherInnen.

lg
michi
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  #8  
Alt 10-07-2009, 11:02
Senior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2007
Beitraege: 356
libertad is on a distinguished road
Standard

Hallo,

Zitat:
Zitat von mirlum Beitrag anzeigen
zu 3 und 4: Ich meinte hier, kann der jetzige, chinesische Arbeitgeber meiner Freundin bei einem Antrag auf Touristenvisum fuer Oesterreich Probleme machen? Ich denke sie braeuchte eine Bestaetigung von ihrem Arbeitgeber fuer den Visumantrag. Ihr Arbeitgeber will eigentlich in ihre Weiterbildung investieren und deswegen gefallen ihm unsere Plaene nicht. Ansonsten war sie schon bereits beruflich in Oesterreich, Deutschland und USA, aber nie privat. Woran koennte ihr Visumantrag fuer privaten Besuch in Oesterreich scheitern?
Nun, "Probleme machen" nicht direkt. Aber indirekt: um ein Visum zu bekommen, ist "Rückkehrbereitschaft" nachzuweisen (die in ihrem Fall ja nicht gegeben ist). Dafür wär ein Schreiben des Arbeitgebers mehr als hilfreich.

Zitat:
Variante 2: Sie bekommt kein Touristenvisum. Wir heiraten in China. Kann sie nach der Heirat einfach nach Oesterreich reisen, oder gibt es da ein Visum zu beantragen? Wenn sie dann in Oe ist, dann gilt aufgrund meiner Freizuegigkeitsberechtigung und nach dem Gemeinschaftsrecht wiederum das gleiche wie bei Variante 1. Ist das richtig?
Nein, sie muss immer noch über die Botschaft ein Visum beantragen - das dann aber erteilt werden muss (also: auf der Botschaft Antrag auf Daueraufenthaltskarte stellen, dann wird ein Einreisevisum erteilt mit dem die Karte in Ö abgeholt werden kann).

lg
michi
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  #9  
Alt 10-07-2009, 11:21
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.513
helpingshands is on a distinguished road
Standard

..und das erforderliche Einkommen beträgt nicht EUR 1158 netto, sondern nur die bundeslandspezifischen Sozialhilfegrenzen (in Wien rd. EUR 710)

Grüsse,
Peter
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  #10  
Alt 10-07-2009, 14:28
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2009
Beitraege: 4
Stefan01 is on a distinguished road
Standard

Das höre ich zum erste mal, dass die Sozialhilfegrenze als Einkommenkriterium herangezogen wird.
Meines Wissens sind es immer noch 1.158,08 Euro für Ehepaare.
Quelle:
[url]http://www.help.gv.at/Content.Node/12/Seite.120222.html#all[/url]


710,- wären auch etwas wenig für 2 Leute, imho.
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