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  #1  
Alt 03-10-2010, 19:52
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2010
Beitraege: 2
Mihi is on a distinguished road
Standard Aufenthaltstitel Familienangehöriger; Unterlagennachforderung nach 5,5 Monaten!

Meine Frau (Staatsbürgerschaft Mauritius) und ich (Österreich) haben im Juni 2009 geheiratet. Mitte September kam sie sichtvermerksfrei nach Österreich und wir haben einen Antrag auf einen "Aufenthaltstitel Familienangehöriger" direkt bei der MA35 im Stadion (zuständig für den 2. und 20. Bezirk) gestellt. Am 1. Oktober 2009 haben wir die Einreichbestätigung erhalten; alle geforderten Dokumente, Belege usw. wurden ordnungsgemäß eingereicht.

Anfangs haben wir noch gehofft, dass der Antrag innerhalb der 3 Monate, die meine Frau in Österreich bleiben durfte, erledigt werde. Naja, wäre auch zu schön gewesen.

Nachdem meine Frau wieder nach Mauritius zurückgeflogen ist, habe ich natürlich versucht, die Sache etwas voranzutreiben bzw. mich zu informieren, wie lange die Bearbeitung des Antrags noch dauern wird. Ich habe geschätzte 11 - 12 mal versucht, die Sachbearbeiterin unseres Antrages telefonisch zu erreichen. Zweimal wurde mir von der Person am anderen Ende der Leitung einfach aufgelegt, nachdem ich den Sachverhalt geschildert hatte, die anderen Male war die Dame gerade nicht im Raum, beschäftigt usw.; bei den letzten zwei Versuchen war sogar die Nummer, die ich gewählt hatte, falsch, wie mir eine andere freundliche Dame mitteilte.

Meine 4. E-Mail wurde dann schlußendlich mit der Aussage beantwortet, dass unser Antrag noch in Bearbeitung ist und dass es einen Sachbearbeiter-Wechsel gab.

Ok, dachte ich, warte ich mal ab ... scheinbar tut sich ja doch etwas. Vorgestern fand ich dann einen Brief von der MA35 in meinem Postkasten, in welchem stand, ich möge doch bitte einige Unterlagen nachreichen (nochmal die Gehaltszettel der letzten 3 Monate, einen Versicherungsdatenauszug der WGKK, eine Bestätigung der letzten 3 Mietzahlungen(?) und einen Auszug aus dem Kreditschutzverband). Und das nach fast 5,5 Monaten! Eine Frist wurde bis zum 10. April gesetzt. Das überschreitet jedoch die 6 Monate, die die Behörde meines Wissens nach Zeit hat, um einen Antrag zu bearbeiten, solange es keine gröberen Probleme (Zweifel an der Echtheit von Dokumenten usw.) gibt. Dies wurde mir auch von einem Anwalt für Fremdenrecht bestätigt.

Ich würde gerne wissen, ob das alles noch "mit rechten Dingen" zugeht?
Hat vielleicht sonst noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie lange kann sich das ganze jetzt noch hinziehen?

Ich werde morgen zur MA35 fahren und die gewünschten Unterlagen vorbei bringen und diese Fragen selbstverständlich auch an die zuständige Beamtin richten, jedoch hält sich mein Vertrauen bezüglich der Informationen, die von den netten Damen und Herren vor Ort gegeben werden, sehr in Grenzen.
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  #2  
Alt 03-10-2010, 20:33
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.502
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard Salt Office Explained

Säumnisnähe bewirkt aber keineswegs, daß die Behörde nun überhaupt keine Verfahrensschritte mehr setzen dürfte, deren Erledigung die Sechsmonatsfrist überschreiten würde.

An die Nichteinhaltung der Sechsmonatsfrist sind für die Behörde vorderhand auch keinerlei sanktionen geknüpft, es ist vielmehr Sache der Partei, sich entweder damit abzufinden oder aber nach Überschreitung der Frist einen sogenannten Devolutionsantrag an die Oberbehörde zu stellen (der allerdings abzuweisen ist, wenn das überwiegende Verschulden an der Säumnis nicht bei der Behörde lag, zB weil Unterlagen gefehlt haben odgl.; als Folge der Abweisung des Devolutionsantrages wird die Unterbehörde wieder zuständig und die Sechsmonatsfrist beginnt neu zu laufen).
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  #3  
Alt 03-10-2010, 20:51
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2010
Beitraege: 2
Mihi is on a distinguished road
Standard

Ok, das heißt also, diese "6-Monats-Frist" existiert quasi nur theoretisch?!

Aber wie kann es sein, dass diverse Unterlagen, von denen nie die Rede war (zB. einen Nachweis über die letzten 3 Mietszahlungen) erst nach fast 5,5 Monaten gefordert werden, ohne vorher auch nur irgendetwas von der MA35 zu hören? Wenn ich hier im Forum lese, dass die durchschnittliche Bearbeitungsdauer 3 - 5 Monate sind. Haben wir einfach nur Pech und sind die, die den Durchschnitt etwas heben sollen? Oder welche Gründe könnte es dafür geben. Ich habe beim Einbringen des Antrages mind. 5 mal gefragt, ob alles vollständig und in Ordnung wäre. "Ja, bitte warten Sie, bis wir sie benachrichtigen ..."
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  #4  
Alt 03-10-2010, 21:06
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
Beitraege: 3.502
Küchenjurist is on a distinguished road
Standard

Aber beweisen können Sie's nicht.
Quid non est in actis, non est in mundo.

Und: Bloß weil die Behörde verabsäumt hat, nach etwas zu fragen, oder anderes zu tun hatte, bedeutet das nicht, daß in Säumnisnähe nur mehr noch eingeschränkte Prüfungsmaßstäbe gelten.

(Wobei ein Nachweis der Mietzahlungen auch nicht unbedingt üblich ist, aber irgendeinen Anlaß wird es dazu schon geben, zB knappe Einkommensverhältnisse oder eine verhältnismäßig hohe Miete ...)
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  #5  
Alt 03-15-2010, 10:01
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Feb 2010
Beitraege: 23
blondie is on a distinguished road
Standard

@Mihi: Gibts schon positive Neuigkeiten bei Euch? Von mir wollte die MA35 auch den Nachweis der Mieteinzahlungen, ich verdiene allerdings mehr als ausreichend und habe keine übermäßig hohe Miete, ich denke das ist seit kurzem neu dass diese Unterlagen gefordert werden.
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  #6  
Alt 03-16-2010, 13:06
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2010
Beitraege: 11
Ami_1987 is on a distinguished road
Standard

Hi,
wurde von mir auch verlangt und ich verdiene auch ausrreichend. Wie "blondie" erwähnt, anscheinend ist es wirklich so, dass diese Unterlagen nachgefordert werden.
Viel Glück!
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