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  #1  
Alt 09-27-2010, 00:16
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2010
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Standard Österreich-Griechenland

Guten Tag

Da meine Freundin (griechische Staatsbürgerin und wohnhaft in Griechenland) plant, im nächsten Jahr, zu mir nach Österreich zu ziehen, beschäftigen mich einige Fragen.
Ich bin Ö-Staatsbürger und arbeite regulär, und sie würde natürlich in der gemeinsamen wohnung leben.

Als EU-Bürgerin hat sie ja freien Zugang zum Arbeitsmarkt...was geschieht aber falls sie längerfristig unbeschäftigt ist?
Was gilt es alles zu erledigen um ihr das Bleiberecht zu sichern?
Steht ihr irgendeine Form von "Sozialhilfe" zu?
Gibt es eine Möglichkeit sie krankenzuversichern?
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  #2  
Alt 09-27-2010, 15:03
Moderator
Auslaender
 
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Für einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten ist bei der zuständigen Niederlassungsbehörde um eine Anmeldebescheinigung nachzukommen, dabei wird - wenn es keine aufrechte Beschäftigung gibt - der Nachweis von Unterhalt ("in einer Höhe, die keine Inanspruchnahme von Sozialhilfe erwarten lässt") und Krankenversicherung gefordert. Bei aufechter Beschäftigung/selbstständiger Erwerbstätigkeit besteht ohnehin Pflichtversicherung, wenn nicht, gibt es die Möglichkeiten der Selbstversicherung bei der GKK oder einer privaten Krankenversicherung.

Eine "kurzfristige" Inanspruchnahme von Sozialhilfe ist theoretisch nicht schädlich (etwa während einer zeitlich begrenzten Jobsuche, wenn noch keine Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung bestehen), die Behörden werden aber "sehr genau hinsehen".

Länger dauernde Inanspruchnahme von Sozialhilfe in den ersten 5 Jahren würde aber zu einer Ausweisung führen.

Grüsse,
Peter
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  #3  
Alt 09-27-2010, 20:25
Junior Member
Auslaender
 
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danke erstmal für die antwort...

zusammenfassend:
alles was sie zu tun hat, ist also erst mal ihren wohnsitz zu melden und sie krankenzuversichern. da ihr unterhalt durch mich gesichert ist sollte das also kein Problem darstellen.

Gibt es die Möglichkeit sie über mich mitzuversichern(BVA)?
und für den schlimmsten Fall: kann sie ausgewiesen werden, obwohl ihr unterhalt durch mich gesichert ist?
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  #4  
Alt 09-28-2010, 20:55
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
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helpingshands is on a distinguished road
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..bei gemeinsamem Haushalt wohl ja, bezügl. Wartefrist und Kosten bitte die BVA kontaktieren (ev. ist eine private Versicherung günstiger)

Wenn die Neiderlassungsbehörde aus irgendeinem (anderen) grund keine Anmeldebescheinigung erteilt, wird die Fremdenpolizeibehörde zuständig - bitte in einem derartigen Fall rasch bei uns melden (die Gründe muss die Behörde ja nennen)

Grüsse,
peter
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  #5  
Alt 04-19-2011, 11:36
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2010
Beitraege: 4
wertzu83 is on a distinguished road
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Guten Tag allseits..

Aus gegebenem Anlass muß ich meinen eigenen Thread leider nochmals reanimieren...

Meine Freundin hat leider erfahren daß sie mit Ende Mai ihre Arbeit in Griechenland verlieren wird (Wirtschaftskrise etc...wegrationalisiert eben).
Nicht weiter tragisch da ihr Umzug nach Ö ohnehin angedacht war, allerdings beschleunigt sich nun der Ablauf.

Angedacht wäre es nun, daß sie bereits Anfang Juni nach Ö kommt.
Eine laut Versicherungsmakler "ausreichende" Privatkrankenversicherung, als Ü bergangslösung, wurde bereits ausgewählt (laut BVA kann sie erst nach 8 Monaten gemeinsamen Haushaltes mitversichert werden)

TJA......

Alles was nun zu tun bleibt ist also mit ihr in 3 Tagen nach Ankunft zum Meldeamt zu gehen....und anschließend innerhalb von 3 Monaten eine Anmeldebescheinigung zu beantragen bei der Niederlassungsbehörde???

Kann es wirklich so einfach sein? oder verabsäume ich etwas wesentliches?
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  #6  
Alt 04-19-2011, 12:24
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Für EU-Bürger ist das so einfach; bei der Beantragung der Anmeldebescheinigung (binnen 4 Monaten, was immer dem österr. Gesetzgeber da eingefallen ist) wird die Niederlassungsbehörde fragen, wovon der Lenesunterhalt bestritten wird: Ist sie schon beschäftigt - fertig, wenn nein, darf nach Unterhaltsmitteln näher gefargt werden, aber es ist nicht zulässig, einen festen Betrag zu fordern.

Grüsse,
Peter
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  #7  
Alt 04-19-2011, 12:48
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2010
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Danke für die nochmalige Bestätigung.

Ich glaube ich habe einfach zu viel hier im Forum geschmökert, und wollt nicht wahrhaben, daß es (im Vergleich zu dem Gros der Postings) auch einfach gehen kann :-)

Pessimistischerweise gehen wir mal davon aus, daß sie zum Zeitpunkt der Antragstellung noch über kein eigenes Einkommen verfügen wird...

Ich verfüge allerdings über ein Einkommen von rund 1600€ netto, und zusätzlich verfügen wir gemeinsam noch über ein erspartes Vermögen von
30k+

Sollte demnach also kein behördliches Problem auftreten.

Herzlichen Dank nochmal von uns. Schön daß es diese Internetplattform gibt
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  #8  
Alt 04-19-2011, 19:46
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
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Die Unterhaltsleistung aus der Lebensgemeinschaft heraus kann schon zu Diskussionen führen

Grüsse,
Peter
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  #9  
Alt 04-20-2011, 10:11
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Mar 2009
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Küchenjurist is on a distinguished road
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Aber kaum zu großen (vor allem, wenn der Lebensgefährte auch schon die Krankenversicherung zahlt).
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  #10  
Alt 04-20-2011, 16:46
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.642
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Die Diskussionen mit der MA sind (fast) nie besonders gravierend, aber lähmend (v.a. wenn ein Antrag "nicht angenommen" wird..)

Grüsse
Peter
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