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  #1  
Alt 10-15-2012, 01:59
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Apr 2010
Beitraege: 5
ddia is on a distinguished road
Standard Bildungskarenz, unbezahlter Urlaub & RWR

Hallo,

Im Januar 2012 wurde mein Antrag auf RWR-Karte in der Kategorie "Besonders Hochqualifizierte" positiv entschieden. Momentan habe ich vor, den Verlängerung-Verfahren durchzuführen und auf RWR Karte-Plus umzusetzen. Die neue RWR-Plus sollte bis Januar 2014 gültig sein. Danach könnte ich theoretisch, so wie ich es verstehe, eine dreijährige RWR-Plus beantragen. Dazu einige Fragen:

1) Ist es im Grunde genommen zu erwarten, dass nach einem Jahr mit RWR und noch einem mit RWR-Plus eine dreijährige RWR-Plus Karte ausgestellt wird, oder könnte man nochmal nur eine einjährige bekommen? Ich bin in einer Lebensphase wo ich langfristige Pläne machen soll, und wollte wissen wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein dreijähriges nicht bekomme.

2) Meinem Forschungsinstitut geht es momentan finanziell nicht ganz brillant. Die ungünstige Phase sollte ungefähr ein Jahr dauern. Es bestünde die Möglichkeit, dass ich die Bildungskarenz für 3-4 Monate nutze, aber ich glaube dass das dem Paragraphen 12 des NAG widersprechen würde: "(5) Der Aufenthalt eines Fremden führt zu keiner finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft (Abs. 2 Z 4)...". Genauer gesagt, ich fürchte, falls ich Bildungskarenz nehmen würde, würde man das als "zu Lasten des staatlichen Budget" sehen - ich könnte dann die RWR-Plus nicht verlängern lassen. Stimmt das?

3) Ähnlich wie bei 2), nur die Frage, was wäre wenn ich "unpaid leave" nehmen würde? Die Sache ist, ich könnte 3-4 Monate vom unbezahlten Urlaub auch sehr gut gebrauchen (das würde erst im nächsten Jahr passieren, erst nach ich die einjährige RWR-Plus bekommen würde), die Frage ist, ob so was mir Probleme bei einer weiteren Verlängerung (hoffentlich die dreijährige) verursachen würde?

Danke im Voraus!
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  #2  
Alt 10-15-2012, 13:04
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.648
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Wenn die 2x 1 Jahr geltenden Titel wirklich aufeinanderfolgend erteilt werden, bekommen Sie die 3 Jahre. Wird die Verlängerung aber vorher erteilt, könnte es passieren, dass dann ein paar Wochen fehlen, dann würde der dritte Titel (RWR+) wieder für ein Jahr erteilt. Also bitte nicht zu früh beantragen.

Die Bildungskarenz ist eine Leistung nach dem AlVG und damit keine Sozialleistung, Sie müssen nur übers Jahr gesehen ein ausreichendes Einkommen haben (12x 815 netto, wird 2013 wohl wieder ein bißchen mehr sein). Für unbezahlten Urlaub gilt dasselbe

Grüsse
Peter
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  #3  
Alt 11-02-2012, 04:23
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Apr 2010
Beitraege: 5
ddia is on a distinguished road
Standard

Danke für Ihre Antwort.

Einiges ist mir noch nicht klar.

1) Wenn ich Ende 2012 erstmals die einjährige RWR+ Verlängerung/Zweckänderung beantrage, und dabei einen Dienstvertrag auf unbestimmte Zeit mit mehr als 12x815 netto zeige - wird dabei meine echte finanzielle Leistung im Jahre 2012 (während des ersten RWR Aufenthaltstitels) auch mathematisch geprüft? Was würde passieren hätte ich unbezahlten Urlaub auf, sagen wir fünf Monate genommen, sodass das durschnittliche reale Einkommen weniger als 12x815 wäre? Bei mir ist das dieses Jahr nicht der Fall, aber im nächsten könnte es dazu werden, sodass ich bei der nächsten (hoffentlich dreijähigen) RWR+ Verlängerung Probleme haben könnte.

2) Im Sinne der ersten Frage, anstelle vom unbezahltem Urlaub nun jetzt die Bildungskarenz - sollte man Bildungskarenzgeld auch als Einkommen zählen, oder nicht?

3) Ich bin verheiratet. Aufgrund von mir hat meine Frau RWR+ für Familienangehörige. Sie hat auch einen Vertrag auf unbestimmte Zeit (Teilzeit, 20 Studenten) mit einer Firma, aber so wie ich es verstehe, dieses Threshold von 1221EUR für Ehepaare sollten wir ausschlieslich durch meinen Gehalt erreichen. Genauer gesagt, Ihr Gehalt zählt für ihren Aufenthaltstitel nicht.

Stimmt das oder nicht?

4) Angenommen, im Jahre 2014 bekomme ich die RWR+ auf drei Jahre. Was sind die Kriterien, einen unbefristeten Aufenthaltstitel danach im Anschluss zu bekommen? Muss ich die ganzen drei Jahre ununterbrochen beschäftigt sein, oder wird nur das letzte Jahr geprüft? Im allgemeinen, was soll man beachten, um auf einen Daueraufenthaltstitel hoffen zu können?

Entschuldigung wegen der kompliziert formulierten Fragen, aber jetzt ist der Zeitpunkt für mich, an dem ich entscheiden sollte, ob es für mich überhaupt sinvoll ist, in Österreich zu
bleiben, oder soll ich meine Zukunft anderswo bilden, falls das zu kompliziert und unvorhersehbar ist.

Danke im Voraus!
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  #4  
Alt 11-02-2012, 16:30
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.648
helpingshands is on a distinguished road
Standard

Zur "Überprüfung": Wenn die erfolgt, dann im Nachhinein. Entweder will die Behörde die letzten 3 Lohnzettel sehen, oder sie verlangen den versicherungsdatenauszug. Im ersten Fall würde ein Unterschreiten einige Monate davor nicht bemerkt, im zweiten schon. Wenn zum Verlängerungszeitpunkt das Einkommen (wieder) passt, hat die Behörde keinen guten Ablehnungsgrund, würde aber jedenfalls in der zukunft/beim nächsten Verlängern ganz genau hinsehen.

Die Bildungskarenz hab' ich doch oben beantwortet:
Zitat:
Die Bildungskarenz ist eine Leistung nach dem AlVG und damit keine Sozialleistung
Das Familieneinkommen wird immer aus sämtlichen Einkommensquellen zusammengerechnet, warum sollte also das Einkommen der Gattin nicht zählen?

Das Daueraufenthaltsrecht gibt es nach 5 Jahren Niederlassung/Zeiten mit AB zur Hälfte angerechnet. Die Vergangenheit wird nicht andes geprüft als bei jeder anderen Verlängerung (s. oben in dem Posting), allenfalls sollte die "Zukunftsprognose" für das Einkommen solide sein, also unbefristeter Dienstvertrag usw.

Grüsse
Peter
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