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  #1  
Alt 10-19-2012, 10:48
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2012
Beitraege: 2
freddy is on a distinguished road
Standard Sichtvermerkfreier Aufenthalt - altes oder neues Abkommen

Hallo,

meine Frau hat ein Problem mit demm sichtvermerksfreien Aufenthalt von 90 Tagen in Österreich. Wir sind bereits 8 Jahre verheiratet und seit August 2012 wieder nach Österreich zurückgekehrt. Ich und mein Sohn (7 Jahre) sind österr.Staatsbürger, meine Frau ist Brasilianerin.

Um die Niederlassungsbewilligung hat meineFrau bereits eingereicht, aber alleine um die ganzen Dokumente zu besorgen, vergehen Wochen. D.h. sie wird die Niederlassungsbewilligung innerhalb der 90 Tagen nicht bekommen.

Lt. meinen Informationen gibt es Sichtvermerksabkommen auf alter und neuer Basis.
Der Unterschied liegt in der Aufenthaltsdauer innerhalb eines halben Jahres. Auf Grund des alten Abkommens würde es reichen, wenn meine Frau nur kurz nach z.B. Kroatien ausreisen würde, um danach wieder legal weitere 90 Tage in Österreich bleiben könnte.

Fragen:
1) Hat Brasilien ein altes oder neues Sichtvermerksabkommen mit Österreich?

2) Die Reise- und Aufenthaltsspesen sind wahrscheinlich höher als der Strafbetrag den man in Österreich für einen längeren Aufenthalt zahlen würde.
Kann die Niederlassungsbewilligung auf Grund der nicht-Ausreise deshalb verweigert werden?

3) Mein Sohn geht seit Sept. hier in Wien in die Schule. Ich bin manchmal geschäftlich auf reisen und nicht in Wien oder Österreich. Wenn meine Frau nach der neuen Sichtvermerksregel für 3 Monate ausreisen müsste, haben wir niemanden der unseren Sohn versorgen würde. Gibt es eine Ausnahmeregelung für solche Fälle?

Vielen Dank im voraus für Informationen und Antworten.

Gruß
Freddy
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  #2  
Alt 10-22-2012, 12:39
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.646
helpingshands is on a distinguished road
Standard

1. es gibt auch ein altes bilaterales Abkommen mit allen Möglichkeiten daraus
2. kann ein Überschreiten der erlaubten Aufenthaltsdauer einen "unzulässigen Inlandsantrag" schaffen und eine Ablehnung des Antrags wäre die Folge
3. nein, da fällt alles in die Rubrik "Zulassung des Inlandsantrags aus humanitären Gründen", und da würfeln die Behörden ziemlich. Am Ende des Tages gewinnen wir wohl jedes Verfahren, aber mit etwas Pech haben Sie 2 Jahre "Kurzweil mit Behörden"

Einfach lösen lässt sich der Knoten dann, wenn Sie ins Eu-Ausland reisen und dort Dienstleistungen erbringen - bitte mehr Details zu ihrer Erwerbstätigkeit (gern auch per Mail)

Grüsse
Peter
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  #3  
Alt 10-24-2012, 09:43
Junior Member
Auslaender
 
Registriert seit: Oct 2012
Beitraege: 2
freddy is on a distinguished road
Standard

Hallo Peter,

ich habe letzen Freitag im Innenministerium angerufen und mit dem zuständigen Sachbearbeiter für Brasilien gesporchen. Er meinte, dass brasilianische Staatsbürger nur aus Österreich ausreisen müssen (auch Deutschland reicht), damit sie sich wieder rechtmäßig weitere 90 Tage in Österreich aufhalten zu können. Österreich hat diesbezüglich eine "Insellösung" wie er meinte. Wichtig ist nur, dass man den Aufenthalt im Ausland auch beweisen kann.

Meine Frau und ich haben gemeinsam eine Handelsfirma in Brasilien, deshalb muss ich auch ab und zu nach Brasilien reisen. Ich bin mehr im operativen Geschäft tätig, sie erledigt die Behördenwege. Die Reisedauer ist lange und die Kosten sind hoch. Natürlich kann sie dort Dienstleistungen erbringen, aber wir wollen in Österreich leben.

Wie lässt sich dadurch der Knoten einfach lösen?

Gruß
Freddy
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  #4  
Alt 10-24-2012, 13:16
Moderator
Auslaender
 
Registriert seit: Sep 2004
Beitraege: 15.646
helpingshands is on a distinguished road
Standard

..entspricht ja meinem Punkt 1, nur halte ich Deutschland für etwas "sportlich", weil im Schengen-Raum der Reisenachweis... gelinde gesagt mehr als mühsam ist: Kroatien, Ukraine, UK..?

Die Dienstleistungsfrage innerhalb der EU ging in Richtung Anwendbarkeit von Unionsrecht vs. leider vom VfGH als zulässig erachteter Inländerdiskriminierung, wenn Sie unter das Unionsrecht fallen ist der Reisezirkus überflüssig.

Grüsse
Peter
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