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ins Ausland ziehen - Aufenthalt Familienangehörige

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  • #16
    Für den Dau-EU sind erheblich mehr als drei Lohnzettel nötig, zudem darf die Abwesenheit während der letzten 5 Jahre nicht mehr als ingesamt 10 Monate bzw. 6 Monate am Stück betragen haben.

    Bei einer Abwesenheit von mehr als sechs Monaten am Stück kann die Behörde bescheidmäßig feststellen, daß keine Niederlassung mehr vorliegt (§ 10 Abs.2 NAG), damit würde der Verlängerungs- zum Erstantrag, der im Ausland zu stellen ist (und es gibt auch erst wieder nach 5 Jahren einen Dau-EU).

    Nach § 27 Abs.1 und 4 NAG ist der Wegfall der Voraussetzungen für den Familiennachzug innerhalb eines Monats der Behörde anzuzeigen, die dann bei Erfüllung der allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen eine RWR+ auszustellen hat.
    Der VwGH hat zwar bereits ausgesprochen, daß bloße Scheidungsabsichten und eine damit verbundene Trennung von Tisch und Bett die Meldepflicht noch nicht auslöst, aber der Wegzug des Zusammenführenden wäre evtl. anders zu sehen.
    Die Nichtmeldung hat zwar primär lediglich eine Verwaltungsstrafe zur Folge, allerdings spielen auch Gesichtspunkte einer Aufenthaltsehe iwS. herein, eben weil sich Aufenthaltsecht und Arbeitsmarktzugang auf eine letzten Endes nicht mehr geführte Familiengemeinschaft gründen.

    Ich würde daher die Behörde auf keinen Fall täuschen (Ihre Abwesenheit war ja bei der letzten Verlängerung noch kein Thema), aber durch regelmäßige Inlandsbesuche dafür sorgen, daß die Beibehaltung des Mittelpunkts der familiären Lebensinteressen im Inland nicht in Zweifel gezogen werden kann; dann bestand im Nachhinein betrachtet auch kein Anlaß zur Meldung der Abwesenheit und dürfte auch eine Aufenthaltsbeendigung nicht zu besorgen sein. Evtl. läßt sich ja auch die Dauer des Auslandsaufenthaltes zB vertraglich staffeln, also daß zB zunächst nur eine höchstens einjährige Abwesenheit (mit Inlandsbesuchen) geplant war und es erst außerplanmäßig zu einer Verlängerung kam.
    Besuche im Ausland würde ich eher vermeiden, weil das die Diskussion über den Lebensmittelpunkt nur anheizt.

    (Das Ganze mag etwas künstlich und unverständlich wirken, aber es gibt auch immer wieder Fälle, wo Familienzusammenführungstitel nur beantragt werden, um Visumspflichten zu umgehen oder dem Ehepartner hier ein Leben zu ermöglichen, ohne daß überhaupt ein Familienleben im Inland beabsichtigt ist, und das ist einigermaßen schwierig abzugrenzen, weshalb das Gesetz eben die ersten fünf Jahre an die inländische Familiengemeinschaft knüpft.)

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    • #17
      Vielen lieben Dank, dass sie beide sich die Zeit genommen haben, ausführlich zu antworten. Ich weiß das sehr zu schätzen. Da die Situation doch ein gewisses Risiko mit sich bringt und auch aufgrund der momentanen Situaton, tendiere ich im Moment sowieso eher dazu, das Angebot abzulehnen und wir werden mal auf seinen Daueraufenthalt warten bzw. im Idealfall auf eine mögliche Staatsbürgerschaft, damit ein längerer Auslandaaufenthalt dann leicht möglich wird. Vielen Dank nochmal für die ganzen Informationen!

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      • #18
        Eine Frage ist doch noch aufgetreten: Ich habe Erfahren, dass ich mich eventuell gegen Entfall der Bezüge karenzieren lassen kann (ich arbeite für den Staat). Ändert das etwas?

        Danke und liebe Grüße!

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        • #19
          An der konkreten Problematik ändert das nichts, aberw enn Sie eine sichere Anstellung bei Rückkehr haben, macht das das Mitübersiedeln ihres Gatten attraktiver, weil er einfacher zurückkommen kann.. der Verlust der bisherige Aufenthaltszeiten tritt dennoch ein

          Grüsse
          Peter

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          • #20
            Hallo,
            wir haben ein ähnliches Problem - nun ziehe ich ins benachbarte Ausland (Schweiz) zur Arbeit um und die Familienangehörigen bleiben in Österreich. Sie sollten die Niederlassungsbewilligung demnächst verlängern. Wir möchten natürlich die Jahre, die man bis jetzt in Österreich gelebt hat, nicht verlieren und ja eigentlich sie ziehen auch in die Schweiz nicht mit. Kann ich auf meine Rechte dann als Unionsbürger zugreifen (mit Aufenthalt in der Schweiz) und den Antrag als zusammenführende Unionsbürger stellen? Ich lasse mal den Wohnsitz in Österreich auch bestehen da ich relativ oft in Ö zu sein plane. Danke & LG

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            • #21
              Schweiz ist diesfalls zu sehen wie ein anderer Unionsstaat - mit den selben Problemen wie oben geschildert. Wenn Sie in der ostschweiz arbeiten, die FAmilie in Vorarlberg wohnt.. wohl ist mir bei der Sache nicht. Wenn Sie vom österr. Arbeitgeber entsendet werden, ist das nach dem innerstaatlichen Recht - vielleicht, mit drei Rufezeichen - einfacher zu argumentieren, aber es bleibt als sicherster Rat "Familie mitnehmen, dann im Unionsrecht neu zu zählen beginnen"

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              • #22
                Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Sehr hilfsreich, ja, Ostschweiz und Vlbg ist eine Alternative. Wir prüfen auch soeben die Möglichkeit auf Daueraufenthalt umzusteigen, kämpfen allerdings mit Modul 2 IV. Ausländischer Uni /Schulabschluss mit Deutsch als Fremdsprache erfüllt diese Voraussetzung oder nicht?
                • Nachweis eines positiven Abschlusses des Unterrichtsfachs "Deutsch" nach zumindest vierjährigem Unterricht in der deutschen Sprache an einer ausländischen Sekundarschule - die Familienangehörigen hatten Unterrichtsfach Deutsch in der Schule über 4Jahre, danach auf der Uni.
                • Nachweis über die zweijährige Inskription an einer postsekundären Bildungseinrichtung (z.B. Universität) in einem Studium mit deutscher Unterrichtssprache und Studienerfolg im Umfang von mindestens 32 ECTS-Anrechnungspunkten bzw. 16 Semesterstunden oder Nachweis eines entsprechenden postsekundären Studienabschlusses. - bezieht man sich hier auf Unis in deutschsprachigen Raum?

                Vielen Dank für Ihre Antworten)

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                • #23
                  Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob und wo es außerhalb des deutschsprachgen Raumes Unis mit deutschsprachigen Studien gibt

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